Die Zielgruppe selbst wird zur Werbefläche, das ist das Geschäftsprinzip des jungen Leipziger Startup-Unternehmens Werbeboten Media UG – Agentur für kreative Werbung. Sandro Günther, einer der drei Gründer und Inhaber der Agentur, war am 16. Februar in Heilbronn und stellte dort rund 50 Mitgliedern des Marketingclubs Heilbronn vor, wie Social Media Marketing funktioniert.
Die Leipziger Agentur will Unternehmen dabei unterstützen, Multiplikatoren innerhalb der eigenen Zielgruppe besser identifizieren und nutzen zu können. Dazu verbreiten ausgewählte Multiplikatoren, die so genannten Werbeboten, die Werbebotschaft und zwar in zweifacher Hinsicht: Zum einen durch das Tragen eines T-Shirts, das mit einer Werbebotschaft versehen ist, zum anderen durch das Berichten über die Kampagne im Social Web, was weitere Aufmerksamkeit erzeugen soll. Sandro Günther ist sich sicher: „Empfehlungsmarketing ist nach wie vor die beste Möglichkeit, um ein Produkt oder ein Unternehmen im Social Web zu bewerben.“ Insgesamt hat die Agentur einen Pool von 2500 ganz unterschiedlichen Werbeboten, die sich je nach Interessen und Loyalität für ein Unternehmen für eine Kampagne bewerben dürfen. Dazu müssen sie zunächst ihren Bezug zur Marke, die beworben werden soll, glaubhaft begründen. Werden sie ausgewählt, erhalten die Werbeboten ein bedrucktes T-Shirt und eine Aufgabe, über welche sie dann später über ihre Twitter- und Facebook-Accounts oder Blogs berichten sollen. Durch Wettbewerbe und bestimmte Aufgaben, die in direkter Verbindung mit dem T-Shirt bzw. dem Produkt stehen, soll die Verbreitung der Werbebotschaft im Netzwerk zudem weiter beschleunigt werden. Mit verschiedenen Anreizen rund um die T-Shirt-Kampagne soll auf diese Weise eine Marke wahrgenommen werden. Der Werbeeffekt soll dabei weit über das Tragen des T-Shirts in der Offline-Welt hinaus gehen und vielmehr in erster Linie über das Web 2.0 mehr Personen der Zielgruppe ohne große Streuverluste zu erreichen. Am Ende einer Kampagne erhält das werbetreibende Unternehmen eine detaillierte Auswertung der Kampagne, um den Erfolg anhand möglichst vieler Kennzahlen bestimmen zu können. Sandro Günther: „Wir glauben daran, dass die Brücke zwischen T-Shirt und Onlinewelt geschlagen werden kann. Das konnten wir und andere bereits mehrfach beweisen. Über witzige, außergewöhnliche und aufregende Kleidung und Aktivitäten wird immer gesprochen – auch online.“ Voraussetzung sei jedoch, dass sich die Zielgruppe selbst auch im Web 2.0 bewege und dort die Werbung auch wahrnehme. Dann jedoch sei das Werbeboten.de-Konzept äußerst wirksam: Dadurch, dass die Werbung durch Mitglieder der Zielgruppe verbreitet würde, sei die Wahrnehmung und Glaubwürdigkeit im Vergleich zu anderen Werbeformen drastisch gesteigert.